
1. Frauen haben eine höhere Körpertemperatur als Männer, was bedeutet, dass sie Kälte stärker spüren.
Ist dir schon einmal aufgefallen, dass sich ein Büro oder Gemeinschaftsraum für manche Menschen angenehm temperiert anfühlt, während andere sofort zur Strickjacke greifen? Ein Grund dafür liegt in der Art und Weise, wie Standards für Raumkomfort ursprünglich entwickelt wurden. Viele Gebäudetemperaturmodelle basierten historisch auf dem Stoffwechsel von Männern. Dadurch entspricht die „ideale“ Raumtemperatur möglicherweise nicht dem, was sich für alle gleichermaßen angenehm anfühlt. Eine häufig zitierte niederländische Studie zeigt, dass Frauen sich in der Regel bei Temperaturen wohlfühlen, die etwa 2–2,5 °C höher liegen als bei Männern. Ein kleiner Unterschied – der im Alltag jedoch spürbaren Einfluss auf das persönliche Wohlbefinden haben kann.

2. Die Hände von Frauen sind im Durchschnitt 4 °C kälter als die von Männern.
Selbst im selben Raum fühlen sich Hände und Füße nicht für alle gleich warm an. Unterschiede in der Durchblutung, der Muskelaktivität und hormonelle Schwankungen beeinflussen, wie viel Blut in Hände und Füße gelangt. Das ist ein Grund, warum Frauen häufig von kälteren Händen und Füßen berichten. Eine in The Lancet veröffentlichte Studie zeigte, dass die durchschnittliche Handtemperatur bei Frauen bei 28,2 °C lag – im Vergleich zu 32,2 °C bei Männern. Das entspricht einem Unterschied von rund 4 °C.

3. Das Wohlbefinden kann sich im Verlauf des Menstruationszyklus verändern.
Hormonelle Schwankungen im Verlauf des Menstruationszyklus beeinflussen, wie der Körper seine Temperatur reguliert. Dadurch können sich auch die individuellen Komfortbedürfnisse im Laufe des Monats verändern. Besonders während der Periode wird Wärme seit jeher als wohltuend für Entspannung und Wohlbefinden empfunden. Viele Frauen berichten uns, dass ihr Wärmeprodukt inzwischen ein fester Bestandteil ihrer Selfcare-Routine während der Menstruation ist – als bewusster Moment zum Ausruhen, Entspannen und Durchatmen.

4. Die Menopause kann mit Temperaturschwankungen einhergehen.
Die Menopause wird häufig mit Hitzewallungen in Verbindung gebracht. Doch insgesamt geht es um mehr: Hormonelle Veränderungen können zu einer instabileren Temperaturregulation führen. Wenn der Östrogenspiegel schwankt, reagiert das körpereigene Wärmeregulationssystem empfindlicher. Dadurch fällt es schwerer, ein konstantes Wohlfühlgefühl aufrechtzuerhalten – Hitzewallungen, Frösteln und unruhiger Schlaf können die Folge sein. Forschende erklären, dass bei sinkendem Östrogenspiegel der Hypothalamus – das Temperaturkontrollzentrum im Gehirn – sensibler auf kleinste Veränderungen der Körpertemperatur reagiert.
Wärme, genau wie du sie magst
Jeder Mensch ist anders – und Komfort ist etwas sehr Persönliches. Zu verstehen, wie Frauen Wärme erleben, macht deutlich, was eigentlich ganz selbstverständlich sein sollte: Komfort ist keine Einheitslösung. Und manchmal können schon kleine Anpassungen bei der Wärme einen großen Unterschied machen.






















